Das Leben des Weihnachtsmanns
Es weihnachtet sehr… aus gegebenem Anlass möchte ich heute mit euch zusammen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Einen Blick in das Leben unseres geliebten Weihnachtsmanns. Was macht er, wenn er nicht gerade Geschenke verteilt? Was tut er das ganze Jahr über?
Meine Weihnachtsgeschichte wird euch diese Frage beantworten. Sie ist nicht für Kinder geeignet und wenn ihr eure Vorstellungen vom Weihnachtsmann behalten wollt, solltet ihr sie besser auch nicht lesen.
Bilder sagen mehr als Worte – ihr könnt auch nur die Bilder anschauen.
Weihnachtszeit, Weihnachtszeit, macht euch schnell bereit [...] Wieder einmal ist es Weihnachten. Doch dieses Jahr scheint einfach alles schief zu gehen. Gerade war der Weihnachtsmann im Haus des kleinen Timo und wollte dem kleinen ein Paar neue Strümpfe unter den Weihnachtsbaum legen. Schon beim Einstieg durch den Kamin wäre er fast erstickt, als er plötzlich in dem russigen Kamin stecken blieb. Glücklicherweise konnte ihn einer seiner Elfen mit einem kräftigen Tritt in den Hintern durch den Kamin ins Wohnzimmer befördern.
Mit Freude erkannte er, dass der kleine Timo ihm ein großes Glas Milch und Weihnachtsgebäck auf den Tisch gestellt hatte. Gierig begann er die Milch leer zu trinken und lass dabei den Brief, der neben den Keksen lag.
“Lieber Weihnachtsmann, wenn du ein Fahrrad für mich unter den Weihnachtsbaum legst, dann werde ich dir das Gegenmittel für das Gift geben, dass du gerade mit der Milch getrunken hast. Dein Timo”
“Verdammt!”, stöhnt der Weihnachtsmann. Gerade hat ihm auf einem Parkplatz in Polen ein Junge das letzte Fahrrad abgezockt. Noch fühlte er sich nicht schlecht. Vielleicht wollte Timo ihn ja nur erschrecken. Er legt das Päckchen mit den Stricksocken unter den Weihnachtsbaum und macht sich mit seinem Schlitten aus dem Staub.
Hoch über den Dächern von Paris wird ihm dann doch schwindelig. Sein Magen verkrampft sich, aus seinem Mund läuft aufgeschäumter Speichel, seine Augen tränen und er kann fast nichts mehr erkennen. Aus der Ferne hörte er ein immer näher kommendes Brummen. Ein Licht blendet ihn. Der Lärm wird immer lauter. Das kann nur eines sein. — RUMS! Er wird frontal gerammt. Ein unglaublicher Druck schiebt ihn nach vorne, sodass er kaum noch atmen kann. Er kann das Unglück kaum fassen. Es wird ihm schwarz vor Augen.
Langsam rutscht er von der Nase des Flugzeuges ab und knallt mit voller Wucht auf dem Boden auf. “Scheisse!”, das hat weh getan. Während er ohnmächtig war, ist das Flugzeug auf dem Charles-de-Gaulle Flughafen in Paris gelandet. “Jetzt reicht’s mir!”, sagt er, shhnappt sich die letzen Überbleibsel von seinem Lieblingsrenntier Rudolpf, dessen Nase immer noch wie verrückt leuchtet, und verlässt auf schnellstem Wege den Flughafen. In Paris checkt er in einem Hotel ein und lässt sich vom total verdutzten Küchenchef ein Festmal zubereiten.
Von der herrlichen Mahlzeit gestärkt, ist der Weihnachtsmann bereit für neue Taten. Weiter Geschenke verteilen? Nö! Für dieses Jahr hat er genug. Er bestellt sich beim Zimmerservice eine Flasche Jack Daniels und betrinkt sich erstmal.
“Puh! Vielleicht beim nächsten Mal nicht die ganze Flasche auf einmal trinken”, denkt er sich und macht erstmal eine Pause.
Zwei Stunden später bekommt er Lust ein wenig vor die Tür zu gehen. Gerade kommt er aus seinem Hotel raus, da sieht er, was für ein Zufall, einen alten Bekannten, Michail, der sich mit seinen Kumpels gerade einen hinter die Ohren ballert. Die beiden haben sich letztes Jahr im Frühling auf dem Spring Break Fest in Kasachstan kennen gelernt und hatten viel Spaß miteinander. Natürlich hat der Weihnachtsmann auch Lust auf einen kleinen Drink und sie kommen schnell in Fahrt.
Jetzt hat der Weihnachtsmann Blut geleckt – Party! Zusammen gehen sie in eine Disko um ein bisschen abzutanzen. Bei so vielen scharfen Bräuten kann sich der Weihnachtsmann natürlich nicht zurückhalten. Er baggert eine nach der anderen an und tanzt wild mit ihnen.
So viel Spaß hatte er schon lange nicht. Geil geworden lässt er sich im Hinterhof mal wieder so richtig den Arsch versohlen.
Nach einer Weile turnt ihn auch das nicht mehr an. Ziellos rennt er durch die Strassen von Paris und geilt sich an den erschreckten Blicken der Menschen an, denen er seinen entblösten Körper präsentiert. Ja das macht Spaß!
Gegenüber hat er ein Kaufhaus entdeckt. Im Kaufhaus angekommen, merkt er, dass er nicht der einzigste Weihnachtsmann ist. Er schliesst sich einer Gruppe billiger Immitatoren an und tobt sich ein wenig im Kaufhaus aus.
Im Anschluss an die Kaufhaus-Gaudi macht sich die Weihnachtsmanngruppe auf den Weg zum Kirmes um eine Runde Achterbahn zu fahren und um nochmal ordentlich einen zu trinken. Das lässt sich der echte Weihnachtsmann selbstverständlich nicht entgehen.
Es war wohl etwas zu viel Party, mit ganz eindeutig zu viel Alkohol. Unser armer Weihnachtsmann erinnert sich leider nicht mehr daran, wie, wo und wann dieses Bild aufgenommen wurde.
Daran, wie er am nächsten Morgen aufgewacht ist, erinnert er sich sehr wohl!
Das war eindeutig zu viel. Jetzt muss er erst einmal Urlaub auf Hawaii machen. Nach einigen Komplikationen am Flughafen kommt er dort an und verbringt den Rest des Jahres in der angenehmen Sonne der Insel.
Während seines Urlaubs überlegt er sich, was er dieses Jahr an Weihnachten alles besser machen könnte. Seine neue Strategie ist einfach. Er möchte dieses Jahr weniger Arbeiten und dafür mehr Spaß haben. Um weniger Arbeiten zu müssen, startet er eine Offensiv-Kampagne, welche die Leute dazu bringen soll, sich gegenseitig mehr zu schenken.
Text der Kampagne: “Ich möchte, dass du viel ausgibst, um zu beweisen, dass du deine Familie liebst!”
Das funktioniert bestimmt. Und dafür, dass er selbst mehr Spaß hat, wird sein neues Team sorgen.
Ungeduldig wartet er darauf das endlich Heiligabend kommt. Als es dann soweit ist, zieht er hoch motiviert mit seinem neuen Team los um Geschenke zu verteilen. Leider läuft es wieder nicht so gut. Seine Helferinen tratschen die ganze Zeit und sie kommen nur sehr mühsam voran. In einem großen Haus mit hohem Zaun kommt es zu einem entsetzlichen Vorfall. Eine der Helferinen wird von einem Paar Hunden brutal angegriffen und zerfetzt.
Vor Wut über den Verlust ihrer Freundin metzelt eine zweite Helferin die Hunde und die ganze Familie des Hauses nieder.
Verzweifelt versucht der Weihnachtsmann die schlimme Situation zu vertuschen. So fand ihn die Polizei dann am Tatort vor:
Das er nichts mit den Morden zu tun hatte, glaubt ihm die Polizei nicht. Als sich dann auf der Wache herausstellt, dass er ziemlich starke Ähnlichkeiten mit einem gesuchten Schwerverbrecher hat, wird er von den Polizisten in eine Zelle gesperrt. Am nächsten Tag wird der Weihnachtsmann von einem großen Lärm wach. Nachdem ausführlich über seine Festnahme in der Zeitung geschrieben wurde, und die Ähnlichkeit mit dem gesuchten Schwerverbrecher nicht zu bestreiten war, hatte sich eine rießige Menschenmasse auf den Weg zum Gefängnis gemacht.
Der Lärm wurde immer lauter. Plötzlich öffnete sich seine Zellentür und eine wilde Horde fiel über ihn her. Sie zerrten ihn auf die Strasse, packten ihn und legten ihm einen Strick um den Hals. Er wusste gar nicht wie ihm geschieht. Sie banden den Strick an eine Verkehrsampel und liessen ihn fallen.
Der Strick schnürrte ihm den Hals zu. Mühevoll hauchte er ein letztes:
“Ho – ho – ho”






















